Berufshaftpflicht Haushaltshilfe

Wer als Haushaltshilfe beschäftigt ist, dem kann schnell ein kleiner Fehler passieren. Wenn der falsche Reiniger auf einem antiken Gegenstand Schäden verursacht, haftet die Haushaltshilfe. Eine private Haftpflichtversicherung kommt in diesem Fall nicht zum Tragen. Es hafte lediglich die Betriebshaftpflicht als auch die Berufshaftpflicht. Versichert werden sämtliche im Zusammenhang mit der Tätigkeit verursachten Schäden.

Eine Berufshaftpflicht für Haushaltshilfen ist relativ günstig, da die Versicherungssummen geringer ausfallen können.

Abgrenzung Betriebs- und Berufshaftpflicht

Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist eine Form der betrieblichen Haftpflicht, die Schäden aller in einem Betrieb tätigen Angestellten abdeckt. Wenn Sie freiberuflich als Haushaltshilfe aktiv sind, dann sollten Sie eine Berufshaftpflicht abschließen. Diese Art der Haftpflicht Versicherung bietet einen umfassenden Versicherungsschutz der Tätigkeiten einer „Putzfrau“. Im Vergleich zur privaten Haftpflicht plus Gewerbe oder einer Berufshaftpflichtversicherung bietet die Betriebshaftpflichtversicherung auch den Angestellten einen Versicherungsschutz an. Die Betriebshaftpflicht schützt auch in dem Fall, fass eine Angestellte im Haushalt einen Fehler im Zuge der Tätigkeit als Dienstleister einen Fehler begangen haben sollte. Finden Sie hier auch die passende private Krankenversicherung, Versicherungen für Haushaltshilfen, Haftpflichtversicherung und Betriebshaftpflicht.

Rechts­schutz­ver­si­che­rung 04/2022 laut test.de (Platz 31-40)

  1. R+V
    PBV Classic
    Selbst­behalt: 150 Euro
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag: 307 Euro
    Jahres­beitrag Wohnen: 60 Euro
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,6)
    Ver­sicherungs­bedingungen befriedigend (2,6)
    Ver­ständlich­keit befriedigend (3,0)
    Roland
    Basis
    Selbst­behalt:
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag:
    Maximaler Jahres­beitrag:
    Jahres­beitrag Wohnen: –
    Maximaler Jahres­beitrag Wohnen: –
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,6)
    Ver­sicherungs­bedingungen befriedigend (2,6)
    Ver­ständlich­keit gut (2,4)
    WGV
    PBV Optimal
    Selbst­behalt: 150 Euro
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag: 281 Euro
    Maximaler Jahres­beitrag: 332 Euro
    Jahres­beitrag Wohnen: 49 Euro
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,6)
    Ver­sicherungs­bedingungen befriedigend (2,7)
    Ver­ständlich­keit gut (2,3)
    Debeka
    PBV Comfort variabel
    Selbst­behalt: 150 Euro
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag: 342 Euro
    Jahres­beitrag Wohnen: 55 Euro
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,7)
    Ver­sicherungs­bedingungen gut (2,5)
    Ver­ständlich­keit ausreichend (3,8)
    Ergo
    Smart
    Selbst­behalt: 150 Euro
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag: 328 Euro
    Jahres­beitrag Wohnen: 43 Euro
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,7)
    Ver­sicherungs­bedingungen befriedigend (2,9)
    Ver­ständlich­keit sehr gut (1,4)
    Ideal
    PBV
    Selbst­behalt: 150 Euro
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag: 349 Euro
    Maximaler Jahres­beitrag: 484 Euro
    Jahres­beitrag Wohnen: 44 Euro
    Maximaler Jahres­beitrag Wohnen: 62 Euro
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,7)
    Ver­sicherungs­bedingungen befriedigend (2,6)
    Ver­ständlich­keit befriedigend (3,0)
    Örag
    § 21 a Rundum-Schutz Plus
    Selbst­behalt: 150 Euro
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag: 527 Euro
    Jahres­beitrag Wohnen: –
    Maximaler Jahres­beitrag Wohnen: –
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,7)
    Ver­sicherungs­bedingungen befriedigend (2,9)
    Ver­ständlich­keit gut (1,7)
    Örag
    PBV § 21
    Selbst­behalt: 150 Euro
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag: 324 Euro
    Jahres­beitrag Wohnen: 70 Euro
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,7)
    Ver­sicherungs­bedingungen befriedigend (2,9)
    Ver­ständlich­keit gut (1,7)
    Örag
    Rundumschutz
    Selbst­behalt: 150 Euro
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag: 394 Euro
    Jahres­beitrag Wohnen: –
    Maximaler Jahres­beitrag Wohnen: –
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,7)
    Ver­sicherungs­bedingungen befriedigend (2,9)
    Ver­ständlich­keit gut (1,7)
    VGH
    PBV
    Selbst­behalt: 150 Euro
    Jahres­beitrag
    Jahres­beitrag: 320 Euro
    Jahres­beitrag Wohnen: 47 Euro
    QUALITÄTS­URTEIL BEFRIEDIGEND (2,7)
    Ver­sicherungs­bedingungen befriedigend (2,6)
    Ver­ständlich­keit befriedigend (3,1)

Alte Leipziger Berufshaftpflicht

Checkliste für Haushaltshilfen laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. hat einmal zusammengefasst, was eine Haushaltshilfe leisten sollte:

  • „Wohnungsreinigung allgemein
    Fußböden saugen/fegen
    Staubsaugerbeutel wechseln nicht vergessen
    Fußböden wischen
    Treppe wischen
    Eingangstür abwischen und Fußabtreter reinigen
    Möbel/Regale abstauben
    Staubmagnet benutzen
    Spinnweben fegen
    Türen und Rahmen feucht abwischen
    Heizkörper reinigen
    vor allem in der Heizsaison
    Fenster putzen (inkl. Rahmen)
    Bilderrahmen und Ziergegenstände abwischen
    Gardinen/Rollos abstauben
    Wohnzimmer
    Polstermöbel absaugen
    Sofadecke draußen ausschlagen
    Glastisch feucht reinigen
    Telefon/TV/Stereoanlage abwischen
    Blumenbank feucht abwischen
    Rankpflanze nicht auf den Boden setzen
    Decken- und Stehleuchten gründlich reinigen
    Möbelpflege
    Wg. Allergien mit Möbelpolitur der Marke xy
    Bücher abstauben
    Wohnzimmerschränke außen,oben, innen wischen
    WC / Badezimmer
    Waschbecken, Badewanne
    Duschwanne reinigen
    inklusive Abflusssiebe
    Badezimmerschränke abwischen außen
    Fliesen im Wasch-/Duschbereich reinigen
    WC reinigen separaten Lappen / Schwamm benutzen
    Handtücher und
    Fußmatte wechseln
    saubere im Schrank schmutzige in Wäschetonne
    abwischen innen
    Armaturen entkalken nur mit Essig
    Alle Fliesen reinigen
    Küche
    Arbeitsplatte reinigen
    Spezielles Pflegemittel verwenden
    Herd reinigen
    Ceranpflege verwenden
    Spüle reinigen
    Edelstahlreiniger verwenden
    Küchengeräte (Kaffeemaschine,Mikrowelle) reinigen
    Mülleimer leeren
    Schränke außen abwischen
    Kühlschrank innen reinigen
    Glasböden in Spülmaschine
    Backofen reinigen
    Schlafzimmer
    Bett abziehen,
    Matratze wenden
    Bettrahmen und -kasten
    Lampen reinigen“

„Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
§ 38 Haushaltshilfe
(1) Versicherte erhalten Haushaltshilfe, wenn ihnen wegen Krankenhausbehandlung oder wegen einer Leistung nach § 23 Abs. 2 oder 4, §§ 24, 37, 40 oder § 41 die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist. Voraussetzung ist ferner, daß im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Darüber hinaus erhalten Versicherte, soweit keine Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 im Sinne des Elften Buches vorliegt, auch dann Haushaltshilfe, wenn ihnen die Weiterführung des Haushalts wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht möglich ist, längstens jedoch für die Dauer von vier Wochen. Wenn im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist, verlängert sich der Anspruch nach Satz 3 auf längstens 26 Wochen. Die Pflegebedürftigkeit von Versicherten schließt Haushaltshilfe nach den Sätzen 3 und 4 zur Versorgung des Kindes nicht aus.
(2) Die Satzung kann bestimmen, daß die Krankenkasse in anderen als den in Absatz 1 genannten Fällen Haushaltshilfe erbringt, wenn Versicherten wegen Krankheit die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist. Sie kann dabei von Absatz 1 Satz 2 bis 4 abweichen sowie Umfang und Dauer der Leistung bestimmen.
(3) Der Anspruch auf Haushaltshilfe besteht nur, soweit eine im Haushalt lebende Person den Haushalt nicht weiterführen kann.
(4) Kann die Krankenkasse keine Haushaltshilfe stellen oder besteht Grund, davon abzusehen, sind den Versicherten die Kosten für eine selbstbeschaffte Haushaltshilfe in angemessener Höhe zu erstatten. Für Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad werden keine Kosten erstattet; die Krankenkasse kann jedoch die erforderlichen Fahrkosten und den Verdienstausfall erstatten, wenn die Erstattung in einem angemessenen Verhältnis zu den sonst für eine Ersatzkraft entstehenden Kosten steht.
(5) Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, leisten als Zuzahlung je Kalendertag der Leistungsinanspruchnahme den sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrag an die Krankenkasse.“

Schadensbeispiel einer Berufshaftpflicht

Wenn Sie als Haushaltshilfe einen chemischen Reiniger verwenden und damit an eine antike Vase gelangen, die auf Grund Verbindung beschädigt wird, haften Sie für die Kosten und Folgekosten. Dabei übernimmt die Haftpflichtversicherung den Schaden, wenn Sie dafür verantwortlich sein sollten. Werden Sie jedoch zu Unrecht beschuldigt, bietet die Versicherung einen passiven Rechtsschutz und schützt Sie ebenfalls vor den Forderungen.

www.lohnspiegel.de informiert über Gehalt einer Haushaltshilfe

Durchschnittliches Bruttomonatseinkommen in Euro
auf Basis von 38 Wochenstunden
Gesamt West Ost Männer Frauen
Bibliotheks-, Post-, verwandte Angestellte/r 2.791 2.984 2.229 2.934 2.700
Blumenbinder/in 1.701 1.696 1.728 2.024 1.697
Fachverkäufer/-berater/in für Foto/Video 2.274 2.330 2.006 2.433 2.035
Friseur/in 1.633 1.626 1.649 1.474 1.640
Gärtner/in (allgemein) 2.097 2.134 1.859 2.172 1.988
Haushaltshilfe 1.960 2.042 1.620 2.002 1.960
Hausmeister/in 2.293 2.482 1.875 2.303 2.185
Kosmetiker/in 2.089 1.926 2.667 2.637 2.072
Obst- und Gemüsegärtner/in , Friedhofsgärtner/in 2.274 2.328 1.998 2.340 2.124
Schulhausmeister/in 2.166 2.255 2.002 2.205 1.997
Unternehmensberater/in, (Consulting) 4.286 4.377 3.672 4.568 3.897
Zierpflanzengärtner/in 2.248 2.277 1.993 2.405 2.071

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Fünftes Buch
„Gesetzliche Krankenversicherung
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 5 G. v. 27.3.2020 I 587

§ 38 SGB V Haushaltshilfe
(1) Versicherte erhalten Haushaltshilfe, wenn ihnen wegen Krankenhausbehandlung oder wegen einer Leistung nach § 23 Abs. 2 oder 4, §§ 24, 37, 40 oder § 41 die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist. Voraussetzung ist ferner, daß im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Darüber hinaus erhalten Versicherte, soweit keine Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 im Sinne des Elften Buches vorliegt, auch dann Haushaltshilfe, wenn ihnen die Weiterführung des Haushalts wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht möglich ist, längstens jedoch für die Dauer von vier Wochen. Wenn im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist, verlängert sich der Anspruch nach Satz 3 auf längstens 26 Wochen. Die Pflegebedürftigkeit von Versicherten schließt Haushaltshilfe nach den Sätzen 3 und 4 zur Versorgung des Kindes nicht aus.
(2) Die Satzung kann bestimmen, daß die Krankenkasse in anderen als den in Absatz 1 genannten Fällen Haushaltshilfe erbringt, wenn Versicherten wegen Krankheit die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist. Sie kann dabei von Absatz 1 Satz 2 bis 4 abweichen sowie Umfang und Dauer der Leistung bestimmen.
(3) Der Anspruch auf Haushaltshilfe besteht nur, soweit eine im Haushalt lebende Person den Haushalt nicht weiterführen kann.
(4) Kann die Krankenkasse keine Haushaltshilfe stellen oder besteht Grund, davon abzusehen, sind den Versicherten die Kosten für eine selbstbeschaffte Haushaltshilfe in angemessener Höhe zu erstatten. Für Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad werden keine Kosten erstattet; die Krankenkasse kann jedoch die erforderlichen Fahrkosten und den Verdienstausfall erstatten, wenn die Erstattung in einem angemessenen Verhältnis zu den sonst für eine Ersatzkraft entstehenden Kosten steht.
(5) Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, leisten als Zuzahlung je Kalendertag der Leistungsinanspruchnahme den sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrag an die Krankenkasse.“